Tagesfahrt ins Rheinland im Zeichen von Kultur, Technologie und Historie

Die Tagesfahrt der Wirtschaftsjunioren und des Wirtschaftskreises Lüdenscheid führte in diesem Frühjahr ins Rheinland und umfasste eine interessante Mischung aus Kultur, Technologie und Historie.

Im Mittelpunkt des Programms stand die Besichtigung des 1964 gegründeten Unternehmens Igus GmbH in Köln Porz-Lind.
Nach einer Einführung in die Geschichte und die Unternehmensfelder des in den letzten Jahren enorm schnell gewachsenen Unternehmens, erhielten die 22 Teilnehmer beim Betriebsrundgang einen Einblick in die Fertigung des auf schmierstofffreie Gleitlager spezialisierten Kunststoffverarbeiters.

Die Hallen der Firma IGUS, Bildquelle: www.igus.de

Dabei lernten sie auch die außergewöhnliche Architektur kennen, für die der Architekt Nicholas Grimshaw verpflichtet wurde. Das Gebäude besteht aus einzelnen Pillonen, die je nach Bedarf versetzt, erweitert oder umgenutzt werden können. Das führt zu einer enormen Flexibilität, die sich in den letzten Jahren für das Unternehmen bereits mehrfach bezahlt gemacht hat.
Ebenso symbolisiert die Architektur mit ihren gelben Türmen und Strahlen auch die Philosophie des Unternehmens - das „Igus-Sonnensystem“, das den Kunden in den Mittelpunkt stellt.
Kundennähe, Schnelligkeit und innovative Produkte sind die Säulen, auf denen der Erfolg von Igus basiert und der in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden soll. Die Wirtschaftsjunioren haben Igus als ein ebensolches und höchst sympathisches Unternehmen kennen gelernt.

Im Anschluss an den Rundgang stand der Geschäftsführer Frank Blase den Besuchern Rede und Antwort und machte deutlich, dass Igus die derzeitige Wirtschaftskrise für sich durchaus als Chance sieht. „Viele Kunden sind jetzt intensiv mit ihren Kosten beschäftigt und wir bei Igus haben gegenüber den Wettbewerbern interessante Angebote, um gerade diese zu senken“, so Frank Blase.

Eingerahmt wurde der Besuch von einer vorangehenden Besichtigung des Kölner Traditionsunternehmens 4711 und des Regierungsbunkers in Bad Neuenahr im Nachmittag.


In dem repräsentativen Haus in der Glockengasse wurden den Teilnehmern die Geschichte des Hauses, der prominente Kundenkreis als auch die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten des Eau de Cologne vorgestellt.

Angesichts des gewaltigen Bunkerprojektes aus der Zeit des Kalten Krieges wurde es unter den Teilnehmern dann im Nachmittag noch ein wenig nachdenklich.

"Mit der Fertigstellung 1971 war die Bunkeranlage auf 17,3 km gewachsen und umfasste 936 Schlaf- sowie 897 Büroräume. Nach dem Rückbau zwischen 2001 und 2006 sind 203m der ehemaligen Anlage als Dokumentationsstätte erhalten."

Schließlich ließ man den informativen und interessanten Tag in einer gemütlichen Weinstube ausklingen.

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