Gute Rahmenbedingungen und hohe Attraktivität der Region sind wichtig

Beim Jahresempfang der Wirtschaftsjunioren Lüdenscheid betonten der Sprecher Sebastian Düvel und Meinerzhagens Bürgermeister Jan Nesselrath wie wichtig gute Rahmenbedingungen und ein attraktives Umfeld für die Prosperität einer Wirtschaftsregion sind.

Sie gestalten aktiv mit, setzen Impulse, gehen neue Wege – deshalb seien Netzwerke wie die der Wirtschaftsjunioren so wichtig für die Region Südwestfalen – das betonte Meinerzhagens Bürgermeister Jan Nesselrath bei seinem Grußwort zum Jahresempfang der Wirtschaftsjunioren und des Wirtschaftskreises Lüdenscheid. Gastgeber war die CA Vending Krugmann GmbH & Co. KG, dessen geschäftsführender Gesellschafter Sebastian Düvel auch der neue Sprecher der Junioren ist. Unterstützt wurde dieser bei der Begrüßung und der Moderation des Empfangs von seinem Vorgänger Ahmed Zarouali.

Düvel nutzte die Gelegenheit, in diesem Rahmen auch kurz seinen Betrieb vorzustellen, dessen Geschichte eng mit dem 1867 gegründeten Unternehmen Krugmann verbunden ist. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann in Meinerzhagen das Geschäft zunächst mit Kaltgetränkeautomaten. 1973 kamen die ersten Heiß-getränkeautomaten hinzu.

Inzwischen, so Düvel weiter, belegen Statistiken, dass Kaffee und nicht etwa Bier das liebste Getränk der Deutschen ist – was natürlich auch Auswirkungen auf das Angebot in den Automaten hat. Im Zuge der Digitalisierung prognostizierte er für die Zukunft eine zunehmende Personalisierung bei den Angeboten im Automatenverkauf voraus. Das gehe bis zur Gesichtserkennung, die das Angebot des jeweiligen Lieblingsgetränks des Kundens ermögliche. Erste Versuche dazu gebe es bereits auf den internationalen Märkten. Sebastian Düvel selbst ist 2008 in die Firma eingetreten und hat 2013 die Geschäftsführung von seinem Vater Helmut übernommen. Dieser wiederum hatte CA Vending 1999 als eigenes Unternehmen durch ein sogenanntes Management-Buy-out von Krugmann übernommen.

Nesselrath ging in seinem Grußwort noch auf aktuelle und künftige Herausforderungen ein. Sowohl für Unternehmen als auch für die Gesellschaft gebe es angesichts des demografischen Wandels, der Digitalisierung und der Globalisierung viele Aufgaben. Die Stärke der Region Südwestfalen sei dabei „die hohe Wirtschaftskraft gepaart mit einer ebenso hohen Lebensqualität in einzigartiger Umgebung“. Für die gesellschaftliche und soziale Infrastruktur habe Meinerzhagen unter anderem auch mit der Neugestaltung der Innenstadt „wirkungsvolle Akzente“ gesetzt. Wichtig sei es, die Jugendlichen davon zu überzeugen, zu bleiben. „Lassen Sie uns den Grundstein legen für eine stabile Entwicklung in allen Bereichen“, rief er seine Zuhörer auf. Sebastian Düvel griff dies auf und betonte unter anderem, dass die Politik auf allen Ebenen gefordert sei, gerade auch für junge Leute attraktive Rahmenbedingungen zu schaffen. Aber auch die zunehmende Bürokratisierung müsse eingedämmt werden, die gerade kleinere Unternehmen immer mehr belaste.

Lüdenscheid im Februar 2018
Text: Bettina Görlitzer, Lüdenscheid
Bilder: Peter Dahlhaus und Bettina Görlitzer, beide Lüdenscheid

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